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Schwarzkümmelöl - Wirkung, Anwendungen, Studien

Schwarzkümmelöl - Schwarzes Gold aus dem Orient

Stärker als Schwarzkümmelöl ist nur der Tod

Seit mehr als 3.000 Jahren erfreuen sich die Samen der Schwarzkümmelpflanze in orientalischen Ländern großer Beliebtheit. Schon unter der Bevölkerung des Alten Ägypten kamen sie nicht nur als pfefferartiges Gewürz, sondern auch als buchstäbliches Allheilmittel zum Einsatz. Das belegen archäologische Fundstücke wie mit Schwarzkümmelöl gefüllte Ampullen im Grab Tutenchamuns. Auch Schriften wie das von Ibn Sina verfasste "Buch der Genesung der Seele" verweisen auf die Heilkraft der winzigen schwarzen Körner - deren Wirkung sich durch Auspressen sogar noch steigern lässt. Selbst Mohammed empfahl das so gewonnene Schwarzkümmelöl gegen beinahe jede Art von Beschwerden. Seiner Meinung nach konzentrierten sich in der Flüssigkeit so viele wertvolle Inhaltsstoffe, dass sie quasi alles heilen konnte - außer den Tod.

Wie recht der Prophet aus Mekka damit hatte, erwies sich jedoch erst viele Jahrhunderte später, als die Samen des Schwarzkümmels und das herausgepresste Schwarzkümmelöl erstmals wissenschaftlich untersucht wurden. Bis dahin verließen sich bekennende Anhänger der Pflanze einfach auf die kursierenden Berichte über ihre vielfältige Wirkung. Neben den Gelehrten Indiens, Chinas und des Orients schworen auch Karl der Große, Paracelsus und andere kluge Köpfe Europas auf die Heilkraft von Schwarzkümmelöl. Sie nutzten und empfahlen es bei Geschwülsten, Zahnschmerzen und Augenleiden ebenso wie gegen Hauterkrankungen, Hühneraugen und Schnupfen. Trotzdem sie gut damit fuhren und noch besser genasen, fand die Anwendung des Allheilmittels ein jähes Ende: Mit Verbreitung schulmedizinischer Lehren gerieten sowohl Schwarzkümmelöl als auch andere volkskundlich bewährte Tinkturen in Vergessenheit.

Erst vor wenigen Jahren erlebte das pflanzliche Präparat eine beeindruckende Renaissance und galoppierte erneut an die Spitze der beliebtesten Hausmittel. Eine Aussage, die durchaus wörtlich zu verstehen ist - denn die nach vielen Dekaden erste neue Anwenderin von Schwarzkümmelöl war eine Stute. Genauer gesagt die Preisträgerin zahlreicher erfolgreich absolvierter Rennen, die an plötzlich auftretenden asthmatischen Beschwerden litt. Auf Bitten ihrer Besitzerin beschäftigte sich deren Vater - ein anerkannter Immunologe - mit möglichen Heilmethoden und stieß dabei auf Informationen eines in Ägypten tätigen Kollegen. Das von ihm beschriebene Schwarzkümmelöl erwies sich als wahrer Glücksgriff, denn es ließ das Pferd umgehend, nebenwirkungsfrei und nachhaltig gesunden.

Der unerwartete Effekt inspirierte den deutschen Arzt, sich näher mit den verblüffenden Eigenschaften von Schwarzkümmelöl zu befassen und die Anwendung auch auf Menschen zu übertragen. Sein erster humaner Patient war der damalige CDU-Innenminister Dr. Friedrich Zimmermann, dessen immer wiederkehrende, nächtliche Asthma-Anfälle das Schwarzkümmelöl ebenso zuverlässig heilte wie die der tierischen Probantin. Daraufhin machten sowohl der genesene Patient als auch sein behandelnder Immunologe Dr. med. Peter Schleicher massiv Werbung für die Erfolge von Schwarzkümmelöl.

Heute gelten die Erfahrungen und Publikationen der beiden Männer als Grundsteinlegung für den Einsatz von Schwarzkümmelöl in der westlichen Medizin. Sie zogen zahlreiche Untersuchungen nach sich, in deren Rahmen mehr als 100 Wirkstoffe der Pflanzensamen analysiert, beschrieben und getestet wurden. Ihnen zu Folge ist das altorientalische Wundermittel jene Allzweckwaffe, nach der Mediziner jahrelang und weltweit vergeblich gesucht haben. Falls das übertrieben klingt, kommt Schwarzkümmelöl dieser umfassenden Wirkung zumindest ziemlich nahe.

Im Schwarzkümmelöl - Hier steckt viel Gutes drin

Allein durch den Gehalt an Fettsäuren deckt Schwarzkümmelöl bis zu 80 Prozent des Bedarfes an lebenswichtigen Stoffwechselprodukten. Neben rund einem Drittel gesättigter Fette enthält es unter anderem Eicosadien-, Dihomolinol- und Linolsäure, aus denen der Organismus hormonartige Substanzen bildet. Diese Neben- bzw. Weiterverarbeitungsprodukte von Schwarzkümmelöl regulieren die Gehirnleistung und die Nervenfunktion sowie das Immun- und das Hormonsystem des Körpers.

Weitere hocheffiziente Wirkstoffe sind die ätherischen Öle im Schwarzkümmelöl. Obgleich ihr Anteil lediglich ein Prozent der gesamten Inhaltsstoffe ausmacht, üben sie großen Einfluss auf den Körperhaushalt, das Wohlbefinden und die Gesundheit aus. Grund dafür sind die antioxidativen, antibakteriellen, antimykotischen und desinfizierenden Effekte, die sie in Schwarzkümmelöl hervorrufen.

Eine ebenso reinigende Wirkung hat die in den Samen enthaltene seifenartige Substanz Melanthin, welche bei oraler Aufnahme gleichzeitig Sekrete löst. Darüber hinaus weist Schwarzkümmelöl zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sowie einen vergleichsweise hohen Anteil essentieller Aminosäuren auf. Zu den diesbezüglich wichtigsten Inhaltsstoffen gehören:

  • Provitamin A / Beta-Karotin für die Gesunderhaltung von Haut und Haaren sowie den Funktionserhalt von Augen, Immunsystem und Zellen
  • Biotin zur Förderung des Stoffwechsels sowie zur Gesunderhaltung von Haut, Haaren und Nägeln
  • Folsäure für die Aufrechterhaltung des Zellstoffwechsels und die ausreichende Produktion von roten Blutkörperchen
  • Magnesium für die Aufrechterhaltung des Energiestoffwechsels sowie der Muskel- und Nervenfunktion
  • Selen zur Unterstützung des Zellschutzes und körpereigener Entgiftungsprozesse
  • die Vitamine B1, B2 und B6 für die Aufrechterhaltung des Stoffwechsels, der Leistungsfähigkeit, der seelischen Ausgeglichenheit sowie der Nerven- und Gehirnfunktion
  • Vitamin C zur Stärkung der Abwehrkräfte, zur Kollagenbildung, zur Verwertung des über die Nahrung aufgenommenen Eisens und als Antioxidans
  • Vitamin E zur Gewährleistung und Aufrechterhaltung des ungestörten Blutflusses

Damit lässt sich was anfangen

Die Vielzahl effektiver Inhaltsstoffe macht Schwarzkümmelöl zu einem medizinisch wirksamen Allrounder gegen alle möglichen Beschwerden. Neben seiner verdauungsfördernden und karminativen (Blähungen lösenden) Eigenschaften kann es gegen eine Reihe weiterer Leiden eingesetzt werden. So stabilisiert Schwarzkümmelöl bei regelmäßiger Einnahme.

  • den Insulin-Haushalt und verzögert das Ansteigen des Blutzuckerspiegels - wodurch sich die Symptome von Diabetes mellitus Typ II lindern lassen
  • den Blutdruck - wodurch betroffene Patient_innen deutlich weniger blutdrucksenkende Medikamente benötigen und die damit verbundenen Nebenwirkungen eindämmen können
  • die Immunabwehr - wodurch vor allem Virusinfektionen verhindert werden

Auch bei akuten und chronischen Erkrankungen wie

  • Rheuma oder Arthrose
  • Infekten der oberen Atemwege
  • Hals- oder Mandelentzündungen
  • Hautirritationen, Akne oder Schuppenflechte sowie
  • dem Befall mit Darm- oder Scheidenpilzen

erweist sich Schwarzkümmelöl als wirksames Gegenmittel.

Sogar in der Krebstherapie hat sich Schwarzkümmelöl bewährt. Während seine diesbezügliche Wirksamkeit im Nahen Osten schon seit Jahrhunderten bekannt ist, haben sich mittlerweile auch westliche Mediziner davon überzeugt. Sie wenden das fett- und vitaminreiche Konzentrat

  • gegen die Entstehung und das Wachstum von Krebszellen / Tumoren
  • zur Stärkung des Immunsystems und des bereits angegriffenen Körpers
  • zur Schmerzlinderung und allgemeinen Kräftigung bei Chemo- und / oder Strahlentherapien
  • als präventives Mittel

an.

Den überzeugendsten Effekt aber zeigt Schwarzkümmelöl bei seinem ursprünglichsten Einsatz - der Behandlung von Allergien. Hier sorgt es dafür, dass die aus den Fugen geratene Immunabwehr des Körpers auf ein normales Maß zurückfährt und mit der Allergie einhergehenden Beschwerden abklingen. Sowohl bei

  • Atemwegserkrankungen wie Heuschnupfen oder Asthma
  • Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte als auch
  • Mischformen wie diversen Tierhaar-Allergien

wirkt Schwarzkümmelöl reizlindernd und heilend. Betroffene Patient_innen und behandelnde Ärzt_innen bestätigen, dass nicht nur die Symptome nachlassen - sondern die gesamte Allergie-Bereitschaft sinkt, so dass die Anwendung von Schwarzkümmelöl in einigen Fällen zur vollständigen Heilung geführt hat bzw. führen kann.

Was sonst noch geht

Neben den bereits genannten Anwendungsmöglichkeiten findet Schwarzkümmelöl auch "in Haus und Hof" zahlreiche Einsatzgebiete. Sein über Jahrhunderte bewährter Gebrauch als Körperpflege-Mittel und Schönheits-Elixier macht es bis heute zu einem der wirkungsvollsten Kosmetikprodukte überhaupt. Ohne jegliche Zusätze trägt Schwarzkümmelöl auf wirkungsvolle Weise zur

  • Reinigung, Harmonisierung und Verfeinerung des Hautbildes
  • Bekämpfung von Pickeln, Mitessern und anderen Unreinheiten
  • Kräftigung der Haar- und Nagelstruktur
  • Erneuerung von Haut- und Haarzellen

bei.

Darüber hinaus ist Schwarzkümmelöl hervorragend

  • als Insektenschutzmittel
  • zur Behandlung von Stich- und Bissverletzungen
  • zum Abheilen von Wunden
  • als Zahnungshilfe
  • zum Anregen des Milchflusses
  • geeignet.

    In diesen Eigenschaften kann Schwarzkümmelöl sowohl bei Menschen als auch bei Tieren zur Anwendung kommen. In beiden Gruppen überzeugt es durch naturbelassenes Ausgangsmaterial, das frei von Farb-, Duft- und Konservierungsstoffen ist - und somit weder Unverträglichkeits-Reaktionen noch Allergien hervorruft. Bis auf wenige, harmlose, weiter unten genannte Ausnahmen sind bei der Anwendung von Schwarzkümmelöl kaum Nebenwirkungen zu verzeichnen.

    Das gilt es zu beachten

    Damit Schwarzkümmelöl seine vielgepriesene und oben beschriebene Wirkung entfalten kann, muss das Produkt von ausgesuchter Qualität sein. Experten raten dazu, beim Kauf auf biologische Erzeugung und die verbindliche Angabe "kalt gepresst" zu achten. Nur so ist garantiert, dass die licht- und hitzeempfindlichen Inhaltsstoffe von Schwarzkümmelöl erhalten geblieben sind - und Sie ein Produkt erwerben, dass seinem jahrhundertealten guten Ruf vollumfänglich gerecht wird.

    Aus den bereits genannten Gründen sollte Schwarzkümmelöl kühl und dunkel aufbewahrt und im Rahmen der Anwendung keinesfalls erhitzt werden. Es eignet sich also weder zum Kochen noch zum Braten oder Backen. Als Zutat für Salatsoßen oder eine ähnliche Verwendung in der kalten Küche aber ist es hervorragend geeignet.

    Möchten Sie Schwarzkümmelöl zu präventiven oder therapeutischen Zwecken einnehmen, sollten Sie ein besonders reines Produkt ohne jegliche Beimischungen oder geschmacksverändernde Zusätze wählen. Auch und gerade hierbei ist es wichtig, dass Sie sich für wirklich kaltgepresstes Schwarzkümmelöl entscheiden, da sich in den erhitzten Varianten häufig Substanzen bilden, die bei empfindlichen Personen zu Aufstoßen und / oder Magenbeschwerden führen können.

    So wird Schwarzkümmelöl angewendet

    Die besten Ergebnisse erzielen Sie mit einer Art Langzeit-Therapie über drei bis sechs Monate, während der Sie täglich drei Teelöffel voll Schwarzkümmelöl einnehmen. Aber auch bei kurzfristigen Anwendungen wie zum Beispiel nach einer ausgebrochenen Allergie können Sie zufriedenstellende Resultate verzeichnen. Alternativ eignet sich Schwarzkümmelöl zum Inhalieren, wofür Sie etwa zwei Esslöffel voll in einem Liter heißem Wasser verrühren und die entstehenden Dämpfe unter einem Handtuch einatmen. Auf diese Weise tragen Sie bzw. das Schwarzkümmelöl dazu bei, krampfartige Hustenanfälle zu vermeiden und generell besser abhusten zu können.

    Für äußerliche Behandlungen können Sie Schwarzkümmelöl sowohl pur als auch verdünnt anwenden. Bei lokal begrenzten Hautproblemen wie der Bekämpfung von Pickeln oder Haarausfall tragen Sie es direkt auf die betroffenen Stellen auf; als Maßnahme gegen großflächige Beschwerden empfehlen sich mit Wasser befeuchtete und mit Schwarzkümmelöl beträufelte Umschläge.

    Allergikern mit Haut-, Atemwegs- oder anderen Unverträglichkeits-Problemen raten Experten zu einer permanenten Einnahme von Schwarzkümmelöl. Als Betroffene_r können Sie zwischen der herkömmlichen Darreichung in flüssiger Form und praktischen Kapseln wählen. Soll die Gabe der temporären Immunisierung dienen, sollten Sie sie im betreffenden Zeitraum erhöhen. So müssen Sie als Pollen-Allergiker_in rechtzeitig vor Beginn der Blütezeit mit der Einnahme von täglich 3 x 2 Teelöffeln bzw. Kapseln Schwarzkümmelöl beginnen - und diese Kur lange genug ausdehnen.

    Tieren wird das Wundermittel in Form der ganzen oder geschroteten Samen bzw. als Öl unter das Futter gemengt. Für äußerliche Anwendungen kommen wie beim Menschen Auftupfen, Einreiben oder Umschläge in Frage. Im Gegensatz zu anderen Produkten besteht bei Schwarzkümmelöl selbst nach unerwünschtem Ablecken keine Gefahr für die zwei- oder vierbeinigen Patient_innen - so dass Sie als Halter_in auf unbequeme Maßnahmen wie das Anlegen von Halskrausen, das Separieren von Artgenossen o.ä. verzichten können.

    Fazit zum Schwarzkümmelöl

    Kaum ein Naturheilmittel lässt sich so vielfältig einsetzen, so einfach anwenden und so gefahrlos dosieren wie Schwarzkümmelöl. Mit Bedacht ausgewählt, richtig gelagert und sorgfältig in den Behandlungsprozess integriert, stellt es eine jederzeit verfügbare und gut verträgliche Alternative zu zahlreichen Spezial-Präparaten dar. Mit der Anwendung können Sie schon bei Säuglingen beginnen und bis ins hohe Alter fortfahren, denn Schwarzkümmelöl eignet sich für bzw. gegen nahezu alle Beschwerden. Nur eines kann es wirklich nicht - aber das wissen Sie ja bereits seit Beginn unseres Artikels.